Über den Autor
Jochen Kocur
Ich sitze gern am Schreibtisch. Aber der Weg dorthin führt meist über irgendwo in der Welt.
Seit vielen Jahren fliege ich mit Freude, oft weit weg, in der Business Aviation. Ich liebe es, mit Menschen zu kommunizieren. Dann kam irgendwann das Ausbilden und Prüfen noch dazu. Das Schreiben nicht, weil ich einen Plan hatte. Es hat sich einfach eingeschlichen.
Ein Kollege und ich schickten uns von den Reisen Fotos. Nicht brav beschriftet, sondern mit kleinen, frei erfundenen Geschichten. Aus einem Bild wurde eine Szene, aus der Szene die nächste. Wir haben weitergesponnen, während wir unterwegs waren. Irgendwann passten die Geschichten nicht mehr in eine Nachricht. Da lag plötzlich ein Manuskript. Und daraus wurde ein Buch.
Fotografieren mag ich aus demselben Grund: nicht das perfekte Motiv, sondern den Moment, in dem man merkt, dass da etwas steckt. Ein Ort, eine Stimmung, jemand, der gleich um die Ecke kommt.
Zu Hause bin ich in Salzburg, mit meiner besten Freundin. Sie ist meine Frau. Wenn ich nicht fliege, schreibe oder fotografiere, zieht es mich zum Segeln, zum Wandern, zum Sport. Raus, Bewegung, Kopf frei.
Ich glaube, ich schaue deshalb so in die Welt, wie ich als Pilot gelernt habe hinzusehen: neugierig, mit offenen Augen, ein bisschen Fantasie und der leisen Gewissheit, dass hinter fast jedem Bild eine Geschichte wartet.
Jochen Kocur
Salzburg, 2026